leistungen taubenklinik logoÜber 40 Jahre Taubenklinik

 

Über 40 Jahre Taubenklinik sind ein Grund zur Freude und ein Anlass zurückzublicken. Hauptinitiator des Projektes „Taubenklinik“ war Prof. Kohaus, dessen Worte in der Eröffnungsrede zur Gründung der Taubenklinik noch heute Gültigkeit haben: „Mit ständigem Wachsen des Leistungssportes wird eine sehr viel sorgfältigere Beobachtung der Krankheiten der Tauben erforderlich sein. (…) Rücksicht gegen unsere Umwelt macht es erforderlich, dass Infektionskrankheiten unserer Tauben frühzeitig erkannt und intensiv behandelt werden. Der Verband fühlt sich verantwortlich, den Zielen hierfür seine Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen.“

Bereits am Ende der 1960er-Jahre reifte der Gedanke, zur Erfüllung dieser Aufgaben eine verbandseigene Taubenklinik zu gründen. Auf der Suche nach einem Gebäude wurde man im Süden Essens fündig. In Kupferdreh wurde ein leer stehendes Schulgebäude gekauft und zu einer Klinik für Tauben umgebaut. Wesentlichen Anteil am Aufbau dieser Klinik hatte Prof. Fritzsche, der mit seinem umfassenden Wissen im Bereich der Geflügelmedizin die Arbeit der Klinik bis zu seinem Tod im Jahr 2000 begleitete.

 

geschichte klinik alt

Nach dem Umbau der alten Schule nahm die Klinik am 2. Dezember 1972 ihren Betrieb auf.

Als Leiter wurde Dr. Raddei ausgewählt, der diese Funktion über 30 Jahre wahrnahm und im Jahr 2006 in den wohlverdienten Ruhestand ging. Der Klinikbetrieb startete zunächst mit einem Tierarzt, einem Hausmeister und einer Halbtagsschreibkraft. Das Klinikangebot wurde von den Züchtern sofort so gut angenommen, dass die Arbeit in dieser Besetzung nicht mehr zu bewältigen war und sogar Taubenzüchter wie Horst Braukämper beim Ansetzen der Kotproben mithalfen. Deshalb wurde das Personal schnell um weitere Mitarbeiter ergänzt und schließlich sogar ein zweiter Tierarzt eingestellt. Diese Stelle wurde zunächst von Frau Dr. Meyer-Röpke eingenommen, die nach fünf Jahren von Dr. Rüger abgelöst wurde.

Noch in dieser Zeit wurde die Klinik um ein virologisches Labor erweitert, zu dessen Aufbau und Betreuung Dr. Kamphausen eingestellt wurde. Dr. Kamphausen übernahm nach dem Ausscheiden von Dr. Rüger auch dessen Aufgaben und wurde im April 2004 Klinikleiter. Nach dessen Tod im Jahre 2014 übernahm Dr. Elisabeth Peus diese Aufgabe. Sie hatte Dr. Kamphausen seit 2007 als zweiter Tierarzt unterstützt.

 

Da die Taubenklinik stets eng mit den Universitäten zusammenarbeitete, fanden sich neben Prof. Fritzsche schnell weitere namhafte Wissenschaftler, die die Klinik in ihrer Arbeit unterstützten. Die Institutsleiter der Universitäten in Gießen und München, Prof. Kaleta und Prof. Kösters, berieten die Klinik in wissenschaftlichen Fragen und betreuten die in der Taubenklinik durchgeführten Dissertationen. Auch Prof. Grund aus Berlin stand der Klinik stets mit Rat und Tat zur Seite. Nach Übernahme des Lehrstuhls am Geflügelinstitut der Universität in Leipzig konnte auch Frau Prof. Krautwald-Junghanns als wissenschaftliche Ratgeberin gewonnen werden.

 

Durch die Zusammenarbeit mit den Universitäten war es möglich, zahlreiche Doktorarbeiten an der Taubenklinik durchzuführen. Insgesamt entstanden 16 Arbeiten, wobei die Schwerpunkte zunächst bei bakteriologischen und parasitologischen Erkrankungen lagen und später die Virusinfektionen zum Thema hatten. Neben der Betreuung der Doktoranden wurden auch zahlreiche Tierärzte in das Gebiet der Taubenkrankheiten eingeführt. Dies geschah sowohl durch Mitarbeit in der Klinik als auch durch Fachtagungen und Vorträge. Hierdurch wurden zahlreiche Tierärzte für das Gebiet der Taubenkrankheiten interessiert, sodass heute eine wesentlich bessere gesundheitliche Versorgung der Tauben gewährleistet ist.

 

Auch die durch die Taubenklinik erfolgte Aufklärungsarbeit bei den Taubenzüchtern zeigt positive Auswirkungen. So ist es heute in vielen Reisevereinigungen selbstverständlich, dass vor Beginn der Saison Kotproben untersucht werden, um den Gesundheitsstatus der Bestände festzustellen, und die Impfung gegen Paramyxovirose ist vorgeschrieben.

 

In den Jahren 2004 und 2005 wurde ein großes Forschungsprojekt gemeinsam mit den Geflügelinstituten der Universitäten in Gießen und Leipzig sowie zahlreichen praktischen Tierärzten durchgeführt, das endlich die Ursachen der Jungtaubenkrankheit ergründen sollte. Durch diese Gemeinschaftsarbeit konnte ein Circovirus als einer der wesentlichen auslösenden Faktoren für diese Erkrankung nachgewiesen werden. Erst durch diese Arbeit können weitere Maßnahmen, wie z. B. die Entwicklung eines Impfstoffes, zur Bekämpfung dieser Erkrankung in Angriff genommen werden.

 

geschichte 13 taubenklinik neubau

Das neue Brieftaubenzentrum mit Taubenklinik

 

Ende November 2006 zog die Taubenklinik gemeinsam mit der Verbandsgeschäftsstelle in das neu errichtete Brieftaubenzentrum in Essen-Katernberg.

 

Dort stehen moderne Räumlichkeiten zur Verfügung, die den Anforderungen unserer Zeit gerecht werden.

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DBA 2018

Die Deutsche Brieftauben-Ausstellung (DBA) findet im nächsten Jahr vom 06. bis 07. Januar 2018 in Dortmund statt. Planen Sie Ihre Teilnahme mit Hilfe des aktuellen Anmeldeformulars für einen Ausstellungsstand oder für einen Verkaufsstand im Taubendorf.

 

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Die Brieftaube - Nr. 9

Die Brieftaube Heft Nr 09 2017

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