Update: Lesen Sie jetzt alles zu den Vorträgen von Freitag und Samstag!

Der weltweit erste Brieftaubenkongress findet an diesem Wochenende statt. Erstklassige Vorträge, tolle Redner! Über 100 Teilnehmer aus aller Welt sind dabei. Ein Expertenaustausch, von dem unsere Tauben  und wir alle profitieren werden. Was die Themen sind, lesen Sie hier!

 

Freitag 15. März 2019

 

Herr Prof. Kaleta aus Gießen macht den Anfang mit einem Vortrag zur Entwicklung der Taubenmedizin. Dabei durchleuchtet er besonders die Entwicklung der Taubenkrankheiten ab dem 18. Jahrhundert.

 

Frau Dr. Peus, die Leiterin unserer Taubenklinik und federführende Organisatorin des Brieftaubenkongresses, geht anschließend in Ihrem Vortrag „Tauben – Alles beginnt mit der Bestimmung!“ auf die Klassifizierung der Tiere ein. Die Bestimmung der Taubenart, des Geschlechts und des Alters ist u.a. wichtig für die bestmögliche Behandlung der Tiere.

 

Frau Dr. Schneider, berichtet über den korrekten Umgang mit Fundtieren. Hier stehen besonders gesetzliche Bestimmungen im Vordergrund. Außerdem berichtet sie von den Fundtieren der Vogelklinik in Gießen. Von allen „Taubenfunden“ sind lediglich 10% Brieftauben. Auch hier aber noch einmal der Hinweis, dass jeder Taubenzüchter für seine Tiere verantwortlich ist.

 

Markus Ellerbrock, Tierarzt unserer Taubenklinik, gibt Auskunft zur Haltung von Brieftauben. Was braucht ein guter Taubenschlag? wie fühlen sich die Tauben wohl?

 

Es folgt Frau Dr. Hoffmann vom Veterinäramt in Essen. Sie referiert über die Hobby-Haltung von Tauben. An Beispielen werden tierschutzrelevante Probleme und der Vollzug des Tierschutzgesetzes aus amtstierärztlicher Sicht geschildert.

 

Prof. Korbel aus München teilt seine Fachkenntnisse gleich in 2 Vorträgen: Zum einen gibt er interessante Informationen zu den Leistungen des Taubenauges und hieraus resultierende Haltungsansprüche preis. Zum anderen klärt er über die Bedeutung des Lichts für Tauben und andere Heimvögel auf.

 

Dr. Lanneau aus Belgien, der ebenfalls Mitglied im internationalen Brieftaubenverband ist, berichtet über die „neue Normalität im Brieftaubensport". Hier steht die Erstellung von DNA Profilen im Vordergrund und die Erkenntnisse, die er in seinem Institut PiGen, dem Zentrum zur Verbesserung, Beratung und Zuverlässigkeit der genetischen Qualität von Brieftauben, erforscht hat.

 

Dr. Rubbenstroth greift in seinem Vortrag das sehr aktuelle Thema „JTK“ auf und berichtet über den neusten Stand der Forschung zum Jungtaubenkrankheits-Syndrom.

 

Frau Dr. Steensels ist die Leiterin des internationalen Referenzlabors AI/ND in Belgien und berichtet über die Untersuchung der Rolle von Tauben im Verbreitungsprofil der Clade 2.3.4.4.b. HPAI .

 

Dr. Götz ist Tier- und Artenschutzbeauftragter im Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter. Er hat durch seine Bemühungen entschieden dazu beigetragen, dass Tauben in Deutschland nicht mehr unter der Vogelgrippeverordnung fallen. Dementsprechend thematisiert er in seinem Vortrag die Aviäre Influenza in Verbindung mit der Taubenzucht in Deutschland.  

 

Dr. Grund, Laborleiter des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit von der Insel Riems, schließt an das Thema an und spricht über die Relevanz anzeigepflichtiger Geflügel-Erkrankungen für Brieftauben.

 

Frau Dr. Mehlhorn, die eigentlich Dozentin der Anatomie in der Humanmedizin an der Universität Düsseldorf ist, widmet sich zudem bereits seit 2001 Verhaltensexperimenten von Geflügel. Die neusten Ergebnisse zum Heimfindevermögen von Brieftauben teilt sie in ihrem Vortrag „Die Route wird neu berechnet – Erkenntnisse über das Heimfindevermögen von Brieftauben mittels GPS-Geräten“ mit.

 

Last but not least referiert Prof. Güntürkün von der Ruhr-Universität Bochum über die Intelligenz der Tauben. Hier werden die großen Leistungen der Tauben „trotz“ ihres kleinen Gehirns  eindrucksvoll vorgestellt.

 

 

Samstag, 16. März 2019

 

Der zweite Kongresstag wird mit einem Vortrag von Frau Prof. Krautwald-Junghanns eröffnet. Die Professorin der Universitätsklinik Leipzig für Vögel und Reptilien klärt über neue Aspekte zum Thema Chlamydia spp. bei Tauben auf und gibt Einblicke in Forschungsergebnisse und Behandlungsmöglichkeiten.

 

Dr. Pfützner bleibt in seinem darauffolgenden Vortrag beim Thema und berichtet über Chlamydien Schnelltests, die derzeit leider keine zuverlässige Diagnose geben. Weiterhin berichtet er über durchgeführte Feldstudien aus der Praxis zu dem Thema.

 

Dr. Elisabeth Peus geht dann zu generellen Strategien der Taubenmedizin über. Sie berichtet über Taubenbehandlungen von Impfungen über klinische Einschätzungen bis hin zu Therapiemöglichkeiten und teilt ihr Spezialwissen zu Medikamenten und deren Anwendung mit.

 

Viele Brieftaubenzüchter sehen das Taubenauge als Orakel für besondere Leitungsmerkmale der Tauben. Wissenschaftliche Belege für diese Theorie gibt es nicht. Was man aber sicher am Taubenauge festmachen kann, sind die visuellen Leistungsmerkmale der Tiere. Diese thematisiert Prof. Korbel in seinem Vortrag „Das Taubenauge - ein Spiegel für Leistungsfähigkeit & Gesundheit von Brieftauben“. In diesem Zug geht er außerdem auf die Diagnostik und die Therapiemöglichkeiten von Augenkrankheiten ein.

 

Michael Rademacher, praktizierender Tierarzt in einer Fachpraxis für Wirtschaftsgeflügel, referiert über die Salmonellose bei Tauben. Nicht nur aus beruflicher Sicht, sondern auch aus persönlichem Interesse widmet sich der Brieftaubenzüchter der Bekämpfung der Salmonellen und berichtet über die korrekte Impfung mit dem lebenden Salmonellenimpfstoff.

 

Nach jedem Vortrag dieses ersten Vortragsblocks gibt es viele interessierte Nachfragen und konstruktive Diskussionen zur Diagnostik, Therapien und Forschungsarbeiten zu den benannten Themengebieten. Eine wunderbare Möglichkeit zum Austausch und zur Weiterentwicklung der bisherigen Erkenntnisse.

 

Den zweiten Vortragsblock eröffnet TA René Becker mit seinem Vortrag zu Wurminfektionen bei Brieftauben. Hier geht er als bestandsbetreuender Tierarzt besonders auch auf Fehlerquellen bei der Diagnose von Salmonellen und der Bedeutung von Hygiene in Brieftaubenbeständen ein.

 

Frau Dr. Maier-Sam, Leiterin der Diagnostik der Vogelklinik in Gießen, klärt über die neusten Erkenntnisse zum Sarcocystis calchasi, dem Erreger der Pigeon Protozoal Encephalitis, einer schweren neurologischen Erkrankung bei Brieftauben auf.

 

Anschließend teilt Frau Dr. Moynihan Pfützner ihre neusten Forschungsergebnisse zur Prävalenz und zu klinischen Anzeichen durch Kokzidien Spezies in Rasse- und Brieftaubenbeständen in Deutschland.  

 

Frau Dr. Mohr widmet sich in ihrem Vortrag den Herpesviren bei Tauben. Aktuelle Studien der veterinärmedizinischen Universität Hannover zum Herpesvirus (CoHV-1) haben sich vorrangig mit Untersuchungen zum Vorkommen und der Relevanz der Herpesviren bei Tauben beschäftigt. 

 

Dr. Grund, Laborleiter des Friedrich-Löffler-Instituts geht nach seinem Vortrag am ersten Kongresstag nun in die Tiefe. Er berichtet über den Taubentyp des aviären Avulavirus-1 (PPMV-1), der bisher immer noch als eine unbesiegte Hydra gilt.

 

Prof. Vahlenkamp schließt mit einer Ergebnispräsentation der Untersuchungen zu viralen Erregern bei Rasse- und Haustauben an. Hier wird besonders die Bedeutung der Rotaviren beleuchtet.

 

Dr. Rubbenstroth berichtet im Anschluss über Studien zu einem neuartigen Stamm von Rotavirus-A (RVA), der mit Tauben in Verbindung gebracht wird und der an der „Jungtaubenkrankheit“ (YPDS) beteiligt ist.  

 

Die Referenten der letzten beiden Vorträge sind extra aus Polen angereist, um den Brieftaubenkongress mit Ihren Vorträgen zu bereichern. TA Krzysztof Adamczyk referiert über die aktuelle epidemiologische Situation in Bezug auf die Rotavirus-A-Infektion von Tauben. Insbesondere werden hier Untersuchungsergebnisse zur Situation in Polen vorgestellt.

 

Prof. Szeleszczuk schließt den weltweit ersten Brieftaubenkongress mit seinem Vortrag zur internationalen Tauben-Tierärzte Organisation. Er gibt EInblicke in die Verfassung einer solchen Organisation und darüber, welche Regelungen ihr zugrunde liegen.

 

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