Düsseldorf. Seit April dieses Jahres gehört das Brieftaubenwesen zum Inventar des immateriellen Kulturerbes von Nordrhein-Westfalen. Der Präsident des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter e.V., Richard Groß und der Ehrenpräsident Horst Menzel, nahmen die Auszeichnung nun offiziell stellvertretend entgegen.

 

Am 25.10.2018 organisierte das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen die Auszeichnungsveranstaltung im Haus der Stiftungen in Düsseldorf. Prof. Dr. Ulrich Borsdorf, Mitglied des Vorstandes der Stiftung Zollverein, übernahm die Laudatio und fand tiefgreifende Worte, die die kulturelle Bedeutung des Brieftaubenwesens in unserer Gesellschaft verdeutlichen. „Immaterielle Kulturerben“ zeichnen sich nicht nur durch ihre kulturelle Vielfalt aus. Sie werden zudem als Garant für eine nachhaltige Entwicklung sowie als Mittel zur Förderung von Annäherung, Austausch und Verständnis zwischen den Menschen verstanden. Ein Blick auf die Geschichte des Brieftaubenwesens zeigt eindrucksvoll, dass diese Anforderungen umfangreich erfüllt werden.

 

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wird das Brieftaubenwesen in Deutschland betrieben. Das Heimfindevermögen sowie die Orientierungsfähigkeit der Tiere verschafften den Tauben einen militärischen Einsatz, u.a. im ersten Weltkrieg, um den Nachrichtenfluss aufrecht zu erhalten. Besonders aber in NRW, genauer gesagt im Ruhrgebiet, florierte das Brieftaubenwesen, war es doch unter Bergleuten die liebste Freizeitbeschäftigung. Für die Bergleute standen die Brieftauben für Freiheit und Entspannung, denen sie nach einer langen Zeit unter Tage entgegenfieberten. Die Fähigkeiten der Brieftauben faszinieren noch heute. Über 30.000 Züchter betreiben in Deutschland das vielfältige Hobby rund um das einzigartige Wesen Brieftaube. Insgesamt umfasst die Freizeitbeschäftigung vier Komponenten: Zucht, Haltung, Distanzflüge und Ausstellungen.

 

Das Brieftaubenwesen vereint aufgrund seines breiten Spektrums alle Altersklassen, Nationalitäten und Gesellschaftsschichten. Kinder lernen zudem schon früh den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren. Brieftauben verbinden und stehen für Liebe, Faszination und Tradition. „Wir sind sehr glücklich über die Auszeichnung“, freut sich Richard Groß. „Die Aufnahme in das Inventar des immateriellen Kulturerbes von Nordrhein-Westfalen" drückt die Wertschätzung unserer bedeutungsvollen Tradition aus. Brieftauben und Menschen bilden eine wunderbare Symbiose, die unsere Kultur schon Jahrhunderte prägt.“

 

Staatssekretär Klaus Kaiser vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft übergab die Ernennungsurkunde an Ehrenpräsident Horst Menzel, Referentin Elena Finke und Präsident Richard Groß (von links).

Staatssekretär Klaus Kaiser vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft übergab die Ernennungsurkunde an Ehrenpräsident Horst Menzel, Referentin Elena Finke und Präsident Richard Groß (von links).

 

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